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Biographie

Gesa Hoppe, in einer Kieler Pastoren- und Kirchenmusikerfamilie aufgewachsen, begann früh, als Blockflötistin, Pianistin und Sängerin aufzutreten.

Sie erhielt ihre Ausbildung an den staatlichen Hochschulen in Detmold bei Mechthild Böhme und Karlsruhe bei Maria Venuti. Die Opernklasse von Renate Ackermann, die Liedklasse Hartmut Höll sowie die Projekte der Abteilung für Neue Musik, wo sie mehrere Konzertprogramme mit Peter Eötvös erarbeitete, waren prägend für sie. Weitere Anstöße erhielt sie in Meisterkursen bei Arleen Auger und Edith Mathis. Sie ist Preisträgerin des Paula-Lindberg-Salomon-Wettbewerbs „Das Lied“1993 und des Bundeswettbewerbs Gesang 1996. Seit einigen Jahren arbeitet sie mit Barbara Martig-Tüller, Bern.

Gesa Hoppe war von 1997 bis 2004 festes Ensemblemitglied an den Theatern in Hagen und in Bern, wo sie maßgebliche Rollen ihres Fachs gesungen hat: u.a. Pamina, Ilia, Micaëla, DieVerkaufte Braut. (siehe Repertoireliste) Daneben war sie als Gast an vielen europäischen Opernhäusern zu sehen, u.a. an der Staatsoper Berlin, in Hannover, Karlsruhe, Mannheim und Zürich. Sie  arbeitete mit Dirigenten wie Markus Poschner und Adam Fischer zusammen und trat unter Claudio Abbado 2002 als Blumenmädchen im „Parzifal“ bei den Festspielen in Salzburg, Edinburgh und Luzern auf.

Seit 2004 lebt Gesa Hoppe als freischaffende Sängerin in Berlin. Durch ihre Neugier, ihre außerordentliche Auffassungsgabe, Intonationssicherheit sowie Flexibilität und Farbenreichtum ihrer Stimme hat sie sich zunehmend als Interpretin zeitgenössischer Musik einen Namen gemacht. Neben ihrer Stimmschönheit, ihrer fundierten klassischen Vorbildung und Musikalität wird in diesem Bereich auch ihre Bereitschaft, sich in die Aussagen der Werke zu vertiefen, sehr geschätzt. In Neue-Musik-Projekten und im Bereich der zeitgenössischen Oper tritt sie europaweit auf.
2007 debütierte Gesa Hoppe im Concertgebouw Amsterdam mit der Hauptrolle in „Legende“ (UA) von Peter Jan Wagemans (mit dem Radio Filharmonisch Orkest unter Jaap van Zweden). Im gleichen Jahr sang sie bei den Operadagen Rotterdam die Uraufführung der Kammeroper „Spoorlos“, die P.J.Wagemans eigens für sie geschrieben hat.
2010 trat Gesa Hoppe in der Uraufführung des Oratoriums “Hinter der Mauer” zum 20.Jahrestag des Mauerfalls mit dem RIAS-Kammerchor und der musikFabrik unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann im Radialsystem Berlin und der Frauenkirche Dresden auf.

Regelmäßig arbeitet Gesa Hoppe mit dem VocaalLAB Nederland und dem Vocalconsort Berlin zusammen, sowohl als Ensemblesängerin als auch in Solopartien. So war sie in der Kammeroper „The Man who mistook his Wife for a Hat“ als Mrs.P. beim Michael Nyman Festival Groningen 2009 zu sehen. Im Juni 2010 war sie in der Oper „A Dog’s Heart“(UA) von A.Raskatov an der Nederlandse Opera zu sehen.
Die Arbeit mit dem Vocalconsort Berlin begann im Oktober 2007 mit der Titelpartie der UA „Medea.Stimmen“ von Frank Schwemmer und Christa Wolf im Radialsystem V, Berlin (mit der musikFabrik, Leitung Olof Boman). 2009 war Gesa Hoppe als 1.Dame in „Medea“ von Pascal Dusapin beim Holland Festival Amsterdam und beim Melbourne Arts Festival zu sehen (einer Kooperation mit der Tanzkompanie Sasha Waltz&Guests mit Akamus, Leitung Marcus Creed).
2010 sang sie die Brangäne in Frank Martins “Le Vin Herbé” beim Zermatt Festival (ebenfalls unter Marcus Creed).

Auch als Oratorien- und Liedsängerin ist Gesa Hoppe europaweit in teils ungewöhnlichen Programmen vom Barock bis zu zeitgenössischen Werken tätig (Berliner Philharmonie, Frauenkirche Dresden, Tonhalle Zürich, Händelfestspiele Karlsruhe u.a.m.) Zuletzt sang sie C.P.E.Bachs Magnificat in Kiel mit dem Norddeutschen Barockorchester. Mit eigenen Liedprogrammen tritt sie unter anderem mit der Pianistin Felicitas Strack auf, mit der sie eine langjährige künstlerische Partnerschaft und ein entsprechend umfangreiches Repertoire verbindet. (siehe Lied)

An verschiedensten Fernseh-, Rundfunk- und CD-Produktionen war Gesa Hoppe beteiligt, z.B. an der Fernsehübertragung des „Grafen von Luxemburg“ von den Seefestspielen Mörbisch 2006 (in der Partie der Angele Didier) und bei der CD-Produktion des Oratoriums „Gioas Re di Giuda“ von C.A.Cartellieri mit Thomas Quastoff.